nie-mehr-radlos
  1. Quartal 2014
 
   

20. – 31.03.14 Bangkok
Mit gepackten Rädern schlagen wir uns durch den Verkehr der Millionenstadt Bangkok. Jan findet es lustig, Karina beweist ihre Fähigkeiten, sich erstaunlich schnell durch dichten Stau zu schlängeln.

Langsam gewöhnen wir uns an die immer wiederkehrenden Aufenthalte in Hauptstädten, um das jeweilig nächste Visum zu beantragen. Diesmal warten wir auf das Visum für Indien.Wir hoffen auf eine Sondergenehmigung, über Land von Myanmar aus einreisen zu dürfen. Allein die Gebühren belaufen sich auf 50 € pro Person.

Ansonsten verbringen wir unsere Zeit mit jeder Menge Vorbereitungen für Myanmar, denn noch nie waren wir gezwungen, in so kurzer Zeit so viele Kilometer auf so schlechten Straßen zurückzulegen. Internetcafés wird es ebenfalls kaum geben.Habt also bitte Verständnis, wenn es mal wieder eine Weile nichts von uns zu lesen geben wird!

Endlich sind wir dort, woher die Tuk Tuks, dreirädrige „Roller-Transporter-Taxis, herkommen. Schon vor unserer Reise hörten wir von zwei Deutschen, die während ihrer Fahrradweltreise auf dieses Verkehrsmittel umstiegen, um zurück nach Hause zu fahren.

Unsere erst vor einem halben Jahr gekaufte Sony Kamera NEX 6 macht leider seit einiger Zeit Probleme. Das Objektiv wird nicht mehr verlässlich von der Kamera erkannt. Wir geben sie zur Reparatur und tatsächlich haben wir schon weniger als eine Woche später wieder eine funktionierende Kamera. Zu dumm nur, dass hier in Thailand unsere Garantie aus Deutschland nach einem Jahr nichts mehr wert ist, obwohl man das bei einem Konzern wie Sony erwarten dürfte...

Außerdem lassen wir unsere Zähne bei einer Zahnklinik mit ausgesprochen gutem Ruf wieder auf Vordermann bringen und Jan macht dasselbe mit unseren Fahrrädern.

Unsere Namen auf Thai – cool

Englisch will gelernt sein…

Nachdem Jan nun schon seit 6 Wochen einen dicken und fast steifen Finger hat, nutzt er ein die gute medizinische Versorgung Bangkoks. Auf dem Röntgenbild erhalten wir dann die Bestätigung, dass der Finger gebrochen war. Glücklicherweise ist er bereits von selbst wieder gerade zusammen gewachsen... Nochmal Glück gehabt ;\. Ob er wieder voll beweglich wird, müssen wir abwarten.

Schon im Kloster haben wir Nachtisch aus Tapioka, der Stärke der Jamswurzel, kennengelernt. Diese völlig natürlichen Wabbelkugeln mit Kokosmilch haben es Karina richtig angetan . Insgesamt überraschen ihreEssgewohnheiten Jan gerade immer wieder: Erst wird sie Vegetarierin, dann liebt sie auf einmal Sojasoße, obwohl Jan früher einen Kampf gegen sie durchstehen musst, um sie mal ins Essen tun zu dürfen und nun gibt es nichts besseres, als Schlabbernachtisch

20.03.14 Ban Amon Wadi
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Oder besser doch, wenn man vegetarisch leben will… Dieser Nachtisch enthält ungeahnte tierische Überraschungen in Form von süßen Schweinefleischfasern!

18.03.14 Hua Hin
Schon seit zwei Tagen hören wir von zwei weiblichen Fahrradreisenden aus Polen und Österreich nur 30-50 km vor uns. Heute holen wir sie ein und treffen eine alte Bekannte wieder. Die Polin Anna hat bereits in Kuala Lumpur im gleichen Gästehaus gewohnt. Die Österreicherin Bärbel ist fast genauso lange wie wir auf Tour und plant, genau wie Anna, bis nach Hause mit dem Fahrrad zu reisen. Wir beschließen, ein wenig zusammen weiter zu fahren und sind schnell glücklich über die Entscheidung.

Übrigens ist der Treffpunkt eine Polizeistation. Denn die thailändische Polizei ist seit Kurzem unser Freund und Helfer für kostenloses Wifi, frischen Kaffee und Wasser…

Bevor sich unsere Reiserouten wieder trennen, schlafen wir in Klöstern und werden überschwänglich mit Proviant beschenkt.


11.03.2014 Chaiya
Nun, endlich wieder glücklich vereint, ist Bangkok nur wenige Tage entfernt, wo wir unser Visum für Indien beantragen werden und hoffentlich (!!!!!) auch die Sondergenehmigung erhalten, über Land von Myanmar aus einzureisen. Drückt uns gaaanz fest die Daumen!

 

28.02. – 10.03.2014 Chaiya
Wieder getroffen haben wir uns im Buddhistischen KlosterSuan Mokkh“, wo wir während 10 Tagen gemeinsam mit Menschen aus aller Welt in die Lehren Buddhas, das Meditieren und richtiges Atmen eingeführt wurden. Jeglichen übrig gebliebenen Luxus tauschten wir gegen Holz- bzw. Steinbett und Holzkissen ein, standen um 4:00 Uhr auf und konzentrierten unseren Geist auf Yoga und Thai Chi, sitzende, stehende oder gehende Meditation, sowie fortlaufend auf unsere Atmung.
Im unteren Bild ist grob gesagt der Leidenszyklus des Menschen auf dem Rad des Lebens abgebildet.


28.02.14 Khao Sok Nationalpark
Ein weiterer Punkt auf der Wunschliste ist abgehakt ! Jan (gerade ohne Karina) ist um 5:30 Uhr morgens gestartet, um rechtzeitig zur Registrierung für ein 10-Tage-Meditations-Retreatim Kloster anzukommen. Wenige Minuten nach Sonnenaufgang steht gerade mal 30m neben der Straße ein Elefant!!! Der erste wilde Elefant, den Jan jemals  zu Gesicht bekommen hat.Die Kamera ist gerade bei Karina - daher ein wenig eindrucksvolles Handybild ohne Zoom ;...

28.02.14 Chaiya
Das ist doch mal wieder ein prima Beispiel für Direktrecycling !
 
27.02.14 Überall in Thailand
In Thailand (und auch anderen asiatischen Ländern) ist der Geisterglaube noch immer weit verbreitet. So ist neben Häusern (egal ob große Villa oder kleiner Verkaufsladen) fast immer ein kleiner Schrein zu finden, um die Geister des Grundstücks zu besänftigen, denen man schließlich "Wohnfläche" weggenommen hat. Meist findet man dort auch Blumen, Süßwaren oder Getränke für die Geister.
 
In der westlichen Welt ist die Palmennuss Betel wohl den wenigsten überhaupt ein Begriff - hier wird sie in fast jedem Garten angebaut. Die leicht stimmungsaufhellende Droge (in Südostasien als Genussmittel voll akzeptiert) wird getrocknet, mit Asche und geschmacksverbessernden Pflanzenteilen vermischt vielerorts angeboten. Die Auswirkungen auf den Körper sind gering stimmungsaufhellend, aber wiegen bei Weitem nicht die großen Nebenwirkungen, wie z.B. starke Beschädigung der Zähne und dauerhaft rote Verfärbung des Mundraums, auf. Der Konsum scheint jedoch zurück zu gehen und vor allem von der jüngeren Bevölkerung wird Alkohol danke der Verwestlichung inzwischen bevorzugt.Das Gleiche in Grün…
 
24.02.2014 KhaoLak

Heute trennen sich unsere Wege das zweite Mal auf dieser Reise:

Karina radelt alleine von der Ost- zur Westküste, während Jan sich den größten Luxus der Reise gönnt und in den Similan- und Surin Island Nationalparks unter perfekten Bedingungen unter anderem mit Riesenmantas tauchen geht.

 

22. & 23.02.14 Khao Lak
Die Fahrradbegeisterten Thailänder Lek und Nee laden uns von der Straße weg ein, bei ihnen im Carport zu campen und mit ihnen zu essen. Sie kümmern sich sehr lieb um uns und erstaunen uns mit ihrer Geschäftsidee: in aufwändiger Handarbeit gestalten sie herkömmliche Rubiks Cubes bzw. Zauberwürfel zu außergewöhnlichen Neuschöpfungen um!

Als Dankeschön, noch einen weiteren Tag bleiben zu dürfen, beschließen wir, für die beiden ein europäisches Essen zu kochen. Leichter gesagt, als getan .Wir finden kaum die passenden Zutaten und die wenigen verfügbaren westlichen Produkte sind unverschämt teuer. Was am Ende herauskommt, wäre wohl auch zu Hause ungewöhnlich: Im Wok angebratene Pizza Calzone mit Tofu statt Fleisch und Salat, als Vorspeise „fast“ deutsches Brot und Gorgonzolakäse .

Unsere Gastgeber bedienen sich tatsächlich ausgiebig, wenn auch sonst JEDE ihrer Mahlzeiten von Reis begleitet wird, dieser aber heute fehlt.

 

21.02.14Auf einer Nebenstraße nahe der Küste
Äh wo geht's lang?? Es ist ECHT eine neue Erfahrung, plötzlich ÜBERHAUPT nichts mehr lesen können. Unsere Handys (von Nokia),die kostenloses Kartenmaterial und GPS bieten, sind wie so oft Gold wert.

 

Kurz bevor wir uns einen Ort zum Campen suchen, fragen wir bei einer Kautschukfarm nach Wasser. Trotz 99 % Sprachbarriere laden uns die einfachen Leute freundlich in ihren Garten ein. Schon beim Aufbau des Nachtlagers sind wir in Kürze von Schaulustigen umringt. Als Jan mit dem Kochen anfängt, unterscheidet das Szenario sich in Nichts von einer Kochsendung . Welchen Reis nimmt er, welche Gewürze sind das, gefolgt von Aahs und Oohs.

Nach einer Weile entlastet Karina Jan, indem sie unserer Gesellschaft unser neues Fotoalbum inkl. 3D Reiseroute zum Anfassen zeigt. Karinas Idee, dieses Büchlein für Asien zu drucken, hat uns schon mehrere Male einen Austausch trotz fehlender Sprache ermöglicht!

 

20.02.14 Krabi
Laut dem Reiseführer Lonely Planet schippern wir heute mit dem See-Kajak zu Railay, dem schönsten Strand der Welt (vor allem wegen der Sandsteinfelsen), doch genau die Popularität ist das Problem: dicht an dicht drängen sich die Touristen aneinander, ein Sonnencremefilm bedeckt das Wasser und die einzigen Einheimischen sind Verkäufer und Bootsführer, die horrende Preise für ihre Dienste verlangen. Wir schätzen unser Kajak als Fluchtmittel und paddeln in ruhigere Gewässer

 

In einer Höhlung im Felsen direkt am Strand „erregt“ ein Phallus-Schrein unsere Aufmerksamkeit…

 

Mit der Idee, uns irgendwann mal eine Thaimassage zu gönnen, kamen wir ins Land. Die hier aufgebauten Touristen-Massagefabriken, in denen dicht an dicht im Akkord rot verbranntes Fleisch geknetet wird, vergällen uns diese Idee gänzlich. Ist diese Haltung verständlich oder gibt es Massagen nur so häufig, weil sie eben einfach gut und billig (1h für etwa 5 €) sind?!

 

19.02.14 Krabi
Dressierte Affen für die Kokosnussernte! Kurios!

 

17.02.14 An der Küste derAndamanen See
Überall passieren wir Schilder, die wie Mahnmale des verheerenden Tsunamis von 2004 wirken. Ein beklemmendes Gefühl, GENAU dort zu sein, wo erst vor wenigen Jahren eine schreckliche Katastrophe das Land heimsuchte.

 

12. – 17.02.14 Koh Mook
Unter unseren Rädern rollen inzwischen die Straßen von Thailand dahin. Bis vor kurzem gönnten wir uns einige Tage auf der weniger touristischen Insel Koh Mook, um einsame Strände zu suchen und nach etwa 1,5 Jahren endlich wieder schnorcheln zu gehen. Dann findet unser wildes Gefühlskarussell, hervorgerufen durch einen nur wenige Tage alten Hundewelpen, seinen Anfang! Jan findet bei einem Spazierganz am Strand den winzigen, noch blinden „Schnipsel“, der ohne seine Hilfe von der nahenden Flut bereits schon wieder aus seinem jungen Leben geholt worden wäre. Wir päppeln ihn zuerst ein wenig auf und suchen dann bei Dunkelheit seine Mutter, die wir tatsächlich mit Hilfe einer Einheimischen in einer kleinen Höhle an einem Steilhang finden. Sie nimmt ihn zurück und wir sind glücklich, helfen gekonnt zu haben.

Am Morgen wollen wir vor unserer Abreise nur noch schnell nach dem Rechten sehen und finden erschrocken heraus, was am Tag zuvor passiert ist: Ein Steilhang ist nichts für Neugeborene und so finden wir insgesamt vier weitere Welpen, die aus drei Metern Höhe in den Sand gefallen sind. Auch sie bekommen erst ein wenig Hilfe von uns und dann bringen wir sie zurück zur wenig sorgsamen Mutter. Jan hat die Idee, eine „Auffangwand“ zu bauen und tatsächlich rollen die armen Winzlinge von nun an nur noch ein Stück weit aus dem Bau. Später geben wir der Mutter erneut ihre Babys zurück, das Letzte akzeptiert sie aber nicht mehr und versperrt aggressiv den Eingang. Ziemlich schnell sind wir uns einig, obwohl wir uns der riesigen Auswirkungen bewusst sind, die kleine „Luna Afrika“ als vollwertige Reisepartnerin bis zum Schluss der Reise mit zu nehmen. An einen Flug mit Hund ist nicht mehr zu denken und so entschließen wir uns, Afrika aus unserer Route heraus zu nehmen – daher der Name der zu Vollmond gefundenen Kleinen .

Die Kleine gewinnt an Stärke und wir rüsten uns intensiv mit Wissen aus dem Internet und Babynahrung, sowie Nuckelflasche aus. Die Nacht wird alle zwei Stunden gefüttert und gute Körperwärme abgegeben. Wir sind schlagartig verliebt und schwanken zugleich vor den riesigen Veränderungen und Schwierigkeiten, die nun auf uns zukommen.

Wir wissen, dass wir trotz unserer Mühe nicht die echte Mutter ersetzen können und versuchen, noch ein letztes Mal, die Kleine Liebgewonnene zurück zu bringen. Diesmal wird sie angenommen und als wir wenig später aus einem Versteck zurückkommen, sehen wir sogar, dass sie Milch bekommt. Der bestmögliche Fall ist eingetroffen, wir haben mindestens 4 Hundebabys eine zweite Chance verschafft, unsere neue Reisepartnerin jedoch wieder verloren. Noch Tage danach merken wir, wir sehr uns die drei Tage voller Hunderettung angestrengt haben und wie viele Emotionen uns durchflossen. Fahrradreisen ist da der reinste Urlaub dagegen !


 

Zum Schnorcheln haben wir uns einem ganztägigen Longboat-trip angeschlossen. Um  mehrere Inseln herum konnten wir so viel schnorcheln, dass wir am Abend trotz mehrmaligem Eincremen den vielleicht schlimmsten Sonnenbrand unserer Lebens haben... Es gibt viel zu sehen (auf einer Insel sehen wir sogar endlich mal Flughunde) und durch die Ermutigung eines Ortskundigen tauchen wir sogar in eine Höhle, in deren Innerem es Atemluft gibt. Trotz der Schönheit bleibt allerdings immer noch die Insel Utila in Honduras unser Schnorchel- und Tauchparadies Nr. 1 .

 

Auf dieser Reise wurde uns oft (besonders in touristischen Bereichen) gesagt, dass bestimmte Orte nur geführt, mit Boot, zumindest auf jeden Fall BEZAHLT zu erreichen seien. Bei einem schönen und einsamen Strand auf der anderen Seite der Insel ist es wieder einmal nicht anders. Eine spannende Dschungelwanderung mit wunderbarer Aussicht und Pflanzen, sie uns wie Zwerge erscheinen lassen, führt uns - mal wieder - interessanter und günstiger zum Ziel.

 

Der Strand am Ziel ist nur so übersäht von kleinen Sandkugeln. Erst beim genaueren Hinsehen finden wir einen der Verursacher. Ihr auch ?!

 

Die Rückfahrt zum Festland nach sehr ereignisreichen Tagen ist eigentlich sehr unspektakulär und wäre nicht erwähnenswert, wenn nicht ein recht dummer Mensch mit niederen Absichten Jans Fahrradcomputer gestohlen hätte. Unbegreiflich ist uns diese Tatvor allem, da der Computer ohne Sensor (den es hier nirgendwo zu besorgen gibt) nicht einmal zu gebrauchen ist.

 

11.02.14 Bang Sak
Schon unser Reiseführer erklärte uns, dass Pfadfindertum tatsächlich Pflichtbestandteil des regulären Schulunterrichts in Thailand ist . Heute werden wir Zeugen davon. Prima!

 

10.02.14 Vor Trang
Seit Asien werden Begegnungen mit Langzeit-Radreisenden häufiger - hier treffen wir auch das erste Mal auf Reisende, die ähnlich lange unterwegs sind wie wir, meist jedoch in entgegengesetzte Richtung reisend.

Heute treffen wir die Österreicher Markus und Heidi (www.2roadrunners-on-tour.at), sowie auf den Engländer Tim („Turn the Pedals“ auf Facebook). An anderen Tagen treffen wir die Kanadier Yann und Emilie (www.ye-travels.org), die Engländer Pete und Alice (www.mcneilsonwheels.com), den Franzosen Francois mit der Spanierin Maria (www.destino2present.com) und den Franzosen Guillaume (www.voluntour.eu). Immer wieder bekommen wir dadurch wertvolle Tipps für unsere zukünftigen Reiseländer und freuen uns, uns mit Gleichgesinnten austauschen zu können.

 

Für Budgetreisende in Thailand gibt es etwas Wunderbares, das auch noch einen Mehrwert hat: Für eine Nacht bekommt man nach alter Tradition in einem Kloster Herberge geboten. Wir versuchen es das erste Mal und tatsächlich nimmt man uns wohlwollend auf. Eine Anwohnerin, die als Übersetzerin fungiert, bringt uns sogar noch Verpflegung vorbei, da wohl davon ausgegangen wird, dass Bittsteller ihm Kloster nicht üppig mit Geld ausgestattet sind.
Von nun an schlafen wir immer wieder in Klöstern und werden von Mal zu Mal freundlicher aufgenommen.

 

09.02.14 Thung Yao
Unser heutiges Nachtlager finden wir über Warmshowers bei dem fahrradfahrbegeisterten Musiklehrer Ome. Nachdem wir uns gemeinsam den Sonnenuntergang am Meer angeschaut haben, gehen wir mit ihm und der Direktorin seiner Schule auf einem Hausboot zwischen Mangroven essen und können endlich einige Fragen zu unseren ersten Thai-Sprachversuchen klären.

 

Heute essen wir das erste Mal in einer „Suppenküche. Die Zubereitung der Speisen unterscheidet sich völlig von der uns Bekannten: Es gibt eine fertige, kochend heiße Brühe und in diese werden im Sieb für einige Momente Gemüse und Nudeln hinein gehalten. Anschließend kommen diese Zutaten mit der Suppe in eine Schale und werden serviert.

 

Seit Malaysia gibt es sie regelmäßig und wir lernen sie bei der Hitze schnell zu schätzen: schattige Rastplätze, die auch zum Teil als Bushaltestelle dienen.

 

Zufrieden über den weiteren kleinen Umweg verlassen wir mit der Fähre die Insel Langkawi und damit Malaysia. Nur wenig später legen wir in Satun, Thailand an.

 

 

 

02.02. – 04.02.14 Insel Langkawi

Die letzten Tage in Malaysia verbringen wir auf der Touristeninsel Langkawi – immerhin waren wir noch nicht einmal am Meer, seit wir vor über zwei Monaten nach Asien gekommen sind. Dort finden wir wider Erwarten viel Natur und schöne Strände, aber auch wie erwartet massig Touristen. Für Genussmenschen interessant: Auf Langkawi gibt es keine Steuern auf Alkohol oder Tabak – so wird ein Bier auch für uns mal wieder bezahlbar .

An einem Ort wie diesem ist es leicht, neue Bekanntschaften zu machen. Eine davon ist der Iraner Mowrez, der uns mit seinen Freunden nicht nur Lust macht, sein Land zu besuchen, sondern uns auch seinen Roller für eine Inselrundfahrt überlässt.

31.01.14 Penang

Penang ist unter starkem chinesischem Einfluss. Es gibt also keinen besseren Ort in weitem Umkreis, um das Chinesische Neujahr live mitzuerleben! Angelockt von Trommeln, die das Trommelfell auf eine harte Probe stellen, nähern wir uns schüchtern einem der schönen chinesischen Tempel. Sofort ermuntert man uns, am Fest teilzunehmen und alle behandeln uns wie ein gutes Omen. Es gibt den traditionellen Löwentanz, typisch chinesisch eine Menge Kracher, metergroße Räucherstäbchen und viele, viele Opfer an die Ahnen, damit sie es im neuen Jahr gut haben.

Penang ist für uns die erste Stadt mit Fahrradtaxis. Eigentlich hatten Rikschas erst ab Indien erwartet. Allerdings ist zu befürchten, dass diese spezielle und grüne Art der Fortbewegung in naher Zukunft durch die „modernere“ Version des motorisierten Tuktuks abgelöst wird. Darauf lässt zumindest der Trend deuten, dass die meisten Asiaten sich statt Fahrrädern lieber motorisierte Zweiräder anschaffen, sofern sie es sich leisten können.

Karina geht mit unserer Gastgeberin Kimi zum lokalen Markt und kauft extra Gemüsesorten, die uns bisher noch nicht (Sumpfpflanze mit Knospen) oder kaum (Farn) über den Weg gelaufen sind. Am Abend gibt es diese spezielle Pfanne zubereitet mit Kokosmilch und Mandarinen.


25.01.14 Ipoh

Zurück bei den chinesischen Studenten schließen wir nach langer Trennung unsere Räder wieder in die Arme. Yu kümmert sich großartig um uns und führt uns ein wenig in die Welt der chinesischen Schriftzeichen ein. Am Ende bekommen wir sogar unsere Namen ins Chinesische übersetzt !

Kalina (ein R gibt es nicht..)

und Jan.

Ist das nicht ein wunderbarer Tagesplan, den wir unterwegs finden?!

24.01.2014 Kuala Lumpur

Und auch den Großstadtdschungel inklusive Botschaftsmarathon Teil 1 bewältigen wir mit Bravour!

Morgen verlassen wir die Stadt mit den Thailand- und Myanmarvisa in unseren Pässen und bereits jetzt einer riesigen Neugier für die nachfolgenden Länder. Die Indienvisa müssen wir in Bangkok beantragen, da dies in Kuala Lumpur nur für Malaysier möglich ist.
 

23.01.14 Kuala Lumpur

Mal Lust, was Neues zu probieren?? Wie wäre es mit leckeren angebratenen Kröten? Praktisch, dass wir uns inzwischen beide entschlossen haben, Vegetarier zu sein .. (Karina bereits seit Singapur, Jan erst vor wenigen Tagen)
20.01.14 Kuala LumpurDie durch die Visabeantragungen erzwungene Pause nutzen wir größtenteils zum „Arbeiten“, sprich Schreiben, Organisieren und reparieren. Heute nehmen wir uns allerdings „frei“, um die WasserfälleHutan Lipur Kanching etwa 20 km nördlich der Stadt zu besuchen. Es ist toll, dass es sogar in Malaysia klares Wasser zu finden gibt und wir genießen das Naturschauspiel. Den am Eingang doppelt berechneten Preis und auch den neben dem Fluss überall zu findenden Müll, blenden wir einfach aus .  
16.01.14 Kuala Lumpur

Liebe Touristen in Malaysia: Vorsicht vor dem "Wolf im Schafspelz"-Dinner. Dieses harmlos aussehende Reisgericht mit Gemüse hält neben harmlosem Spinat gleichfarbigen, jedoch höllisch scharfen Chili bereit. Schon mal Schluckauf wegen Schärfe im Essen bekommen?! Hier ist das im Preis inbegriffen

 
12.01.14 Kuala Lumpur

Vor wenigen Tagen begegnete uns auf der Straße der Belgier Bart, der für einige Wochen mit dem Rad durch Malaysia tourte. Für heute haben wir uns in der Stadt verabredet und verbringen einen angenehmen Nachmittag – das erste Mal seit einer Ewigkeit in einem westlichen Restaurant

 
Unsere Handys sind prima und unersetzlich, keine Frage… Doch was soll bitteschön der Textvorschlag von Word, „Erdbeerbaum“ zu schreiben ?!  
10.01.14 Ipoh

Aufgrund der Proteste in Thailand entscheiden wir uns, lieber zurück nach Kuala Lumpur zu fahren, um dort unsere Visa für Myanmar zu beantragen. Die Fahrräder und das meiste der Ausrüstung können wir glücklicherweise über „Warmshowers“ in der Wohngemeinschaft der chinesischen Studenten David, Yu und Johnson lassen. Bequem im Zug lässt es sich ausnahmsweise auch mal reisen .

09.01.13 Cameron Highlands, Malaysia

Heute sind wir in den angenehm kühlen Cameron Highlands angekommen und trinken ganz touristisch neben einer Teeplantage köstlichen Orange Pekoe. Natürlich nehmen wir uns eine kleine Packung für unterwegs mit! Lokal einkaufen leicht gemacht!

 
Landstraße nach Kuala Lipis

Riesige Sandsteinfelsen neben der Straße laden uns zu einem Umweg ein, obwohl wir ausnahmsweise mal früh dran sind. Wir sind uns einig die etwa 200 m hohen Klippen zu besteigenund das Schild „Gua Rama“ (dt. Höhle Rama) lockt Jan umso mehr. Wir fragen einen Anwohner, ob er auf unsere Räder aufpasst und schon geht’s los! Gleich zu Anfang findet Jan einen kleinen Höhleneingang und klettert direkt hinein.Beim schnellen Rückweg rutscht darin ein wenig aus. Dummer Weise kommt sein Finger dabei so ungeschickt gegen einen spitzen Felsen, dass er im Nu anschwillt und schnell steif wird. Dieser Zustand soll noch monatelang anhalten und ein Arzt in Bangkok stellt schließlich fest, dass Jans Finger tatsächlich gebrochen war…

Trotz des Fingers besteigen wir den Gipfel, genießen die Aussicht von dort oben und finden noch eine zweite, große Höhle, die von tausenden Fledermäusen bewohnt wird. So einen beißenden Ammoniakgeruch haben wir noch nie erlebt!

 
08.01.14 Vor den Cameron Highlands

In Malaysia ist es WIRKLICH nicht nötig, sich um Verpflegung zu kümmern! Wir sind gerade ausnahmsweise in einem kaum besiedelten Dschungelgebiet (was es hier wirklich leider kaum noch gibt – Palmölplantagen reihen sich hier an Palmölplantagen) und machen Rast, um ein karges Mahl zu verspeisen. Genau zu der Zeit kommt ein Rollerfahrer vorbei, der uns zum Spottpreis jede Menge Köstlichkeiten verkauft. Später kam übrigens noch der Eismann vorbei

 

03.01.13 TamanNegara National Park

Der Dschungel des Taman Negara National Parks ist überlebt und wir wieder zurück in der mehr oder weniger zivilisierten Welt.
In Kauf genommen haben wir dafür 34 km Wanderung durch dichten Dschungel bei über 90 % Luftfeuchtigkeit. Für einen Kilometer braucht man hier etwa 45 Minuten! Hauptsächlich liegt das an dem schwierigen Terrain vielleicht aber auch an der immer wieder nötigen Überprüfung unserer Schuhe und Socken, denn dort fand Karina insgesamt 90 (!) Landegel, Jan kam aufgrund einer Extrawanderung auf 123. Dank unserer „Spezialrüstung“ aus dicken Doppelsocken und einer in die Socken gesteckten Hose fallen die Auswirkungen mit 9 Bissen bei Karina und einem bei Jan vergleichsweise gering aus.
Gesehen haben wir: atemberaubende Bäume mit Brettwurzeln, Lianen die man tatsächlich Tarzan-like benutzen kann, ein Wildschwein im Morgengrauen, eine orangene Schlange, einen Babywaran (also 1 m ), einen 25 cm langen Tausendfüßer, Kröten, Frösche, Fische, haufenweise Elefantenkot aber leider keine Elefanten, leuchtende Raubkatzenaugen in der Nacht, etwa 3,5 cm große Ameisen (die größten unseres Lebens), Spinnen, sehr wenige Vögel dafür umso mehr Vogelstimmen, zwei Höhlen mit etwa 5342 Fledermäusen, Höhlenwetas, einen Höhlenhundertfüßer, einer riesige Kröte, und einen netten Franzosen Namens Jonathan, der spontan mit Jan zu ebenjenen Höhlen mitwanderte.





Kleine Flüsse im Dschungel zwingen uns immer wieder etliche Höhenmeter zusätzlich zu überwinden.
Gruselig, wie schnell man die Orientierung verlieren kann, wenn der Weg mal unterbrochen ist...
Wer würde sich nicht freuen, mal tatsächlich Tarzan spielen zu dürfen, um mit einer Liane über einen Matschfluss zu kommen .
Riesige Brettwurzelbäume säumen unseren Weg!
Zuerst mieten wir uns im Dorf Kuala Tahan einen Rucksack, in dem seinerseits einige hundert Ameisen eingemietet sind, die unsere gesamte Tour begleiten :/

 
 

 
   
 
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