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  4. Quartal 2011
 


31.12.11 Santa Clara
Als weltumrundende Radfahrer haben wir schon ein schweres Leben... Mit Sekt im warmen Wirlpool sitzend genießen wir gemeinsam mit Pete und Linda die ersten Momente dieses neuen Jahres. Raketen in der Ferne sorgen für das nötige Ambiente. Die beiden haben uns sehr spontan bei sich aufgenommen und sind wahre Meister der Gastfreundschaft!

Wir wünschen euch allen ein wunderbares neues Jahr, in dem ihr an jedem Tag all die kleinen Geschenke entdecken könnt, die für euch bereit liegen.

Am nächsten Tag verhalten wir uns wieder etwas outdoor-typischer und gehen gemeinsam im Snow Canyon wandern.
30.12.22 Rockville
Karina genießt für uns beide noch einmal den Zion Nationalpark. Jan kümmert sich darum, dass ihr auch mal wieder von uns lesen könnt. Diesen zweiten Sightseeingtag hat sich Karina am Vorabend verdient, als sie bis tief in die Nacht unser bisher unveröffentlichtes Tagebuch sicherlich 2 cm dicker gemacht hat. Außerdem warten wir wieder unsere Räder und befreien sie von der dreckigen und salzigen Winterkruste.

29.12.11 Rockville
Wir besuchen den Zion Nationalpark. Unser Hauptziel des Tages ist „Angels Landing“ - angeblich einer der besten Hikes der Welt. Über einen steilen Weg, dann ungesicherte Steilklippen und Hilfsketten klettern wir innerhalb kürzester Zeit von etwa 1100 auf 1600 Höhenmeter. Auf dem Gipfel geht es bereits nach wenigen Metern in jede Richtung hunderte Meter senkrecht bergab, wodurch man eine Schwindel erregende, berauschende Aussicht genießt. Vor allem durch die hohen Besucherzahlen sowie Touristen in mitunter äußerst schlechter körperlicher Verfassung ist es nachvollziehbar, dass seit 2004 bereits 6 Menschen abgestürzt sind…
Keith, der uns für drei Tage bei sich aufgenommen hat, nimmt uns heute Morgen zu seiner Arbeit - er nennt es eher Bestimmung - in die „Zion Canyon Brauerei“ mit. Dort erhalten wir eine ganz persönliche Führung. Am Abend probieren wir jegliche dort hergestellten Biersorten und als Krönung seinen zu Hause gebrauten Doppelbock, der alles topt! Daanke
28.12.11 Rockville
Es geht abwärts mit uns! Mit jedem Höhenmeter den wir zwischen Hatch (2103m) und Rockville (1143m) abwärts fahren, scheint die Umgebung wieder lebendiger, duftender und grüner. Am Abend, als wir den Zion National Park erreichen, befinden wir uns trotz vieler Berge zwischendurch fast 1000 Höhenmeter niedriger als noch am Morgen. Die schlimmste Kälte ist damit HINTER uns !!

27.12.11 Hatch
Die niedrige Temperatur zwingt uns erneut, bei einem Privathaus nach einem Schlafplatz zu fragen. Kevin und Amanda, die gerade auf Hochzeitsreise sind, lassen uns ein und bestehen sogar darauf, ihr Abendessen mit uns zu teilen. Jan möchte höflich sein und bietet an, Tee zu machen. Als sie ablehnen, erfahren wir, dass sie, so wie etwa 80% der Bewohner Utahs, Mormonen sind. Somit ist es ihnen nicht erlaubt, Tee, Kaffee und vieles andere zu sich nehmen. Auf Nachfrage lernen wir mehr über diese Form des Christentums, sind aber eher verkrampft, da wir nicht mehr recht wissen, wie wir uns ihnen gegenüber zu verhalten haben.

26.12.11 Panguitch
Nach einem langen Tag erreichen wir bei Dunkelheit die Pforten des Bryce Canyon Nationalparks, ein weiteres Highlight für uns in den USA. Die Stadt Bryce Canyon City ist so außerordentlich touristisch, dass Jan nach einigen Anläufen, einen kostenlosen oder zumindest günstigen Schlafplatz zu finden, schon halb resigniert. In Erwartung einer kalten Nacht bleibt Karina standhaft und fragt sich tapfer durch Souvenirgeschäfte, bis zufällig Seth neben uns steht. Die Verkäuferin kennt ihn und fragt, ob er wüsste, wo wir unterkommen könnten. Lächelnd und ohne eine Sekunde zu zögern sagt er „bei mir!“.

Bei ihnen Zuhause im 25 Kilometer entfernten Panguitch angekommen (wir haben die Räder an Bäumen festgemacht und sind das erste Mal über Nacht nicht in erreichbarer Nähe) zaubern Seth und seine Frau Cassy uns sogar noch ein Abendessen herbei. Währenddessen erfahren wir, dass die beiden Musiker sind und im Sommer mit ihrer Band jeden Abend ein Konzert geben. Am nächsten Morgen (in der Nacht wurde es übrigens -16°C!) bringt uns Seth kostenlos in den Nationalpark. Auf dem Weg fahren wir an einem 6 Meter breiten Plakat vorbei, dass seine Band bewirbt. Wir schliefen also bei Berühmtheiten mit Herz .

Der Canyon war übrigens UMWERFEND!


25.12.11 Escalante
Auf der Suche nach einem Schlafplatz versuchen wir unser Glück im saisonal geschlossenen „Petrified Forrest State Park“. Hat das etwas mit Weihnachten zu tun oder warum ist die Tür zu einer Abstellkammer nicht richtig ins Schloss eingeschnappt?! Wir nehmen unsere Chance wahr und verbringen die Nacht bei circa 3°C anstelle von -11°C . Ohne Spuren zu hinterlassen verlassen wir unsere Herberge am nächsten Morgen. Die Tür fällt problemlos ins Schloss und ist zu…

23.12.11 Boulder
Auch wenn wir nicht bei unseren Familien und Freunden sein können, sind wir im Herzen und in Gedanken bei euch! Wir wünschen euch ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr! Wir werden am 24. in der Nähe von Escalante in Utah sein und somit eine weiße Weihnacht haben. Wenn ihr uns ein wenig Wärme schickt, senden wir euch den für Weihnachten nötigen Schnee .

Über Lyman haben wir Erika kennen gelernt, die uns ebenfalls einen Schlafplatz anbietet. Als Karina das erste Mal mit ihr spricht, stellt sich heraus, dass sie eine Deutsche ist und nur wenige Kilometer von dort aufgewachsen ist, wo auch Karina ihre Jugend verbracht hat. Mit Erika verstehen wir uns so gut, dass wir uns einig sind, Weihnachten miteinander verbringen zu wollen.
Die Bedingungen sind gut. Es hat aufgehört zu schneien, als wir unsere Kletterpartie auf unseren bisher höchsten Berg beginnen. Oben auf dem Boulder Mountain angekommen zeigt der Fahrradcomputer 2926 Höhenmeter, ein Schild bestätigt das mit 9600 Feet. Bereits vor Sonnenuntergang ist die Temperatur hier auf - 5 °C gefallen. Kein Ort zum lange Verweilen, vor allem wenn eine fast 20 km lange Abfahrt wartet, die die Hände bis fast zur Gefühllosigkeit einfriert.
21.12.11 Torrey
Mal wieder völlig verfroren - man möchte meinen, uns gefällt das - erreichen wir Lyman, der uns für die nächsten zwei Tage einen Schlafplatz und gute Gesellschaft gibt. Nico und Susanne, zwei Reisende aus der Schweiz, sind ebenfalls zu Gast. Wir schauen uns gemeinsam das erste Mal seit langem einen Film an ("Another Earth" - empfehlenswert!). Am nächsten Morgen meditieren wir gemeinsam - eine neue Erfahrung für Jan. Am Abend überrascht uns Lyman mit einem Siedler von Catan Spiel. Juchee
20.12.11 Utah
Wir sind ein circa 20 Kilometer langes Stück auf einem Freeway nicht erlaubt. Brav suchen wir uns einen anderen Weg und sind zuerst gar nicht unzufrieden, mal den Verkehrslärm los zu sein. Nach einer Weile wird die Strecke schlechter, dann noch schlechter, dann kaum mehr befahrbar und schließlich befinden wir uns das erste Mal während der gesamten Reise auf einem Weg, den wir nicht mehr fahren können, da unsere Räder im Sand versinken. Der einzige Ausweg führt einen Kilometer querfeldein schiebend und tragend - zuweilen zu zweit an einem Rad - zu einem anderen Weg, der wieder benutzbar ist.
18.12.11 Arches National Park
Dieser Tag wird genutzt! Noch vor Sonnenaufgang stehen wir auf, um die einige Kilometer entfernten „Windows“ im Morgenrot zu sehen. Jan fährt vor, um gute Fotos zu bekommen und plötzlich fährt Karina in einem Auto an ihm vorbei. Sie musste ihr Fahrrad zurücklassen, da ihr beschädigter Schaltzugschlauch bei der extremen Temperatur eingefroren ist .
Nach etwa 40 Kilometer nur im Nationalpark (der Schaltzug ist wieder aufgetaut…) und vielen beeindruckenden Felsformationen als Belohnung, erreichen wir auf die Minute pünktlich zum Sonnenuntergang den „Delicate Arch“ und damit den absoluten Höhepunkt des Parks. Von dort „verfolgen“ wir die einzige Person mit einem Pick Up und werden tatsächlich den gesamten weiten Weg (circa 40 Kilometer) zurück nach Moab mitgenommen .

17.12.11 Arches National Park
Heute fahren wir in den verhältnismäßig kleinen Arches National Park. Bis wir dort sind, wo wir schlafen möchten, ist es bereits dunkel. Wir sind spät gestartet und Karina hatte zu allem Überfluss auf dem Weg gleich drei Platte auf einmal. Unser Nachtlager bauen wir in einer Picknick-Area auf und schlafen bei -12 °C. Dies ist der bisherige Kälterekord beim Campen auf unserer Reise. Wenn es auch keinen Spaß macht, sieht bei der Kälte immerhin der Kaffeefilter toll aus .


15.12.11 Moab
Heute ist der Tag der Fahrradwartung. Netterweise durften wir zu Teri Ann einen Rohloff Ritzelabzieher für unverschämte 40 Dollar bestellen und haben somit alle benötigten Werkzeuge zusammen.
Nach 11.000 km (!!) wechseln wir das erste Mal unsere völlig ausgeleierten Ketten (ja, wir wissen, dass man die eigentlich früher wechseln sollte …). Danke, dass ihr so lange gehalten habt! Außerdem wenden wir unser Rohloff-Ritzel und putzen die Fahrräder von oben bis unten.


14.12.11 Moab
Nach einem total schönen und leicht zu fahrenden Radtag (fast nur bergab  ) sind wir in den nächsten Tagen zu Gast bei Teri Ann, einer Hobbykünstlerin und Radinteressierten, die von ihrer eigenen Radreise in Europa träumt. Wir schlafen - umgeben von Kreativität - in ihrem Atelier.
13.12.11 Monticello
Es schneit immer stärker, also ringen wir uns durch, doch mal durch Trampen ein wenig Weg abzukürzen, da wir in der nächst größeren Stadt einen festen Schlafplatz haben. Jemand vom gegenüber liegenden Hotel sieht uns und meint, ein Schild würde uns helfen, mitgenommen zu werden. Karina folgt dem Mann ins Hotel. Dort stellt sich heraus, dass dieser der Besitzer ist und unsere Reise unterstützenswert findet. Wir dürfen - weil ja auch bald Weihnachten ist - doch tatsächlich für bloße 5 Dollar (Unkostenbeitrag für die Reinigung) in einem riesigen Hotelzimmer schlafen - Frühstück natürlich inklusive! Zwei Nächte hintereinander im Hotel! Wow!
12.12.11 Dove Creek
Interessant, wie einfach ein Tag funktionieren kann: wir kommen an unserem Tagesziel an, finden dort eine Bibliothek, in der wir kostenlos das Internet benutzen können. Genau in diesem Moment fängt es an zu schneien. In der Bücherei fragen wir nach einer Idee, wo wir eventuell etwas geschützt vor dem Schnee schlafen können. Die Bibliothekarin Laurie erinnert sich an „so ein Charity-Ding“ der Kirche. Nachdem Laurie und Cathe, die Musiklehrerin, eine Weile für uns herum telefoniert haben, schicken sie uns zum Motel des Ortes… Dort angekommen hören wir, dass eine anonyme Person bereits für uns gezahlt hat - das werde hier so gemacht, wenn Jemand Hilfe brauche und wäre völlig ok so. Nur weil wir darum bitten, bekommen wir NICHT das größte Zimmer.
11.12.11 Cortez
Heute möchten wir uns die in Felsnischen gebauten 700 Jahre alten Steinhäuser vom Mesa Verde Nationalpark anschauen. Um Zeit zu sparen, trampen wir dort hin. Donna hat die prima Idee, uns ein Schild zu malen: „Germany to Mesa Verde“. Karina kann es kaum erwarten, das Schild zu benutzen, als wir an der Straße stehen. Sie hat es noch nicht einmal 30 Sekunden aus der Tasche geholt, da stoppt Norbert, der ursprünglich aus Deutschland kommt. Mit seinem kleinen Saab fährt er uns direkt zum Parkeingang. Anschließend lädt er uns auch noch auf ein Stück Kuchen ein, als er erfährt, dass Karina erst kürzlich Geburtstag hatte!
Im Park nehmen wir an einer Führung teil und erkunden dann noch auf eigene Faust das Umfeld. Bis wir alle beeindruckenden Siedlungen gesehen haben, wird es dunkel. Ein circa 30 Kilometer langer Rückweg steht noch an. Wir beschließen, wieder zu trampen - was in National Parks eigentlich verboten ist. Ein Auto hält an und darin sitzt der Ranger Jean, dessen Führung wir mitgemacht haben. Anstatt mit uns zu schimpfen, nimmt er uns mit und bringt uns sogar den gesamten Weg bis „nach Hause“ zu Donna.
09.12.11 Cortez
Alles Gute zum Geburtstag liebe Karina!! Aufgrund wichtiger und Herz-wärmender Telefonate, sowie eines leckeren Waffelfrühstücks dank Diana starten wir heute so spät, dass wir erst bei Dunkelheit und eisiger Kälte, völlig verfroren um 22:30 in Cortez, Colorado ankommen. Teesies Brauch, an seinem Geburtstag die gleiche Anzahl an Jahren in Meilen zu fahren, übernimmt Karina heute gleich zwei Mal.

Glücklicherweise ist unser heutiger Schlafplatz sicher: Wir dürfen bei Donna, die wir über CouchSufing kennen gelernt haben, übernachten. Sie hat heute zu arbeiten, deshalb kümmern wir uns ein wenig um ihre Hunde .
Shiprock
Unterwegs stoppen wir neugierig an einem Flohmarkt. An einem Imbiss eines Ureinwohners sehen wir „Blue Mash“ und „Chil Chin“ angeschrieben. Neugierig fragen wir nach dem unbekannten Essen und bestellen jeweils eine Portion. Blue Mash ist ein Brei aus blauem Mais (wird mit Salz gegessen) und Chil Chin ist ebenfalls ein Brei, jedoch aus Roten Beeren, die im Hochland wachsen. Diesen soll man mit Zucker essen. Beides schmeckt ein wenig langweilig, da bei der Zubereitung keinerlei Gewürze verwendet werden, aber auch nicht unangenehm. Während dem Essen haben wir die Ehre, unsere erste Navajo-Sprachstunde zu erhalten. Für beide Seiten ein großer Spaß
08.12.11 Farmington
Im Bed & Breakfast von Diana und David ist es schön! Die urige und auf erholsame Weise ruhige Atmosphäre hier ist wunderbar! Fragt man über WarmShowers einen Schlafplatz an, kann man eigentlich nicht mit einer noblen Bed & Breakfast-Übernachtung rechnen... Wir verbringen einen inspirierenden Abend mit ihnen und einem Freund.
Bloomfield
Während Jan, der voraus gefahren ist, an einer Tankstelle auf Karina wartet, spricht ihn Teesie an. Ihr Mann hatte uns am vorherigen Abend bereits gesehen und nun ist sie uns entgegen gefahren, um uns einen Schlafplatz anzubieten. Wow! Da wir bereits eine Bleibe bei Diana und David über Warmshowers gefunden haben (lustigerweise Freunde von ihr), übernachten wir nicht bei Teesie, besuchen sie aber gerne auf unserem Weg für eine Mittagspause.
07.12.11 Nageezi
Heute haben wir die Ehre, bei Navajo Ureinwohnern zu wohnen. Inmitten eines Reservates, in dem es nahezu nichts außer Natur gibt, klopfen wir an eine Tür der wenigen Häuser, um einen Tipp für einen geschützten Schlafplatz zu bekommen. Immerhin sind heute -10°C vorher gesagt. Dankend nehmen wir eine alte Scheune an, die man uns anbietet. Später laden uns William und Reina von nebenan, als sie von uns hören, nach Innen ein. An diesem Abend lernen wir, dass die Navajo der größte Ureinwohnerstamm der USA sind. Da beide recht beschäftigt sind, bleiben für uns dennoch viele andere Fragen offen.
04. - 07.12.11 Cuba
Als wir gerade einen Platten am Straßenrand flicken, halten Pacho, Lilli und ihre Kinder Mariana und Federico mit dem Auto neben uns, um uns ihre Hilfe anzubieten. Mit dem Fahrrad kommen wir alleine klar, fragen jedoch dreisterweise nach einem Zeltplatz in ihrem etwa 80 km entfernten Garten. Gerne willigen sie ein - aber nur, wenn wir im Haus schlafen - und lassen uns sogar noch ein Handy da, damit wir anrufen können, falls wir Probleme auf dem Weg haben.

Glücklich über einen sicheren Schlafplatz bei angekündigtem Schneegestöber, fahren wir weiter. Als es schon dunkel ist, kommt Pacho plötzlich mit heißer Schokolade wieder und lässt sich nicht ausreden, unser „Support“-Fahrzeug zu sein. So fährt er mit Warnblinklicht hinter uns her, um andere Fahrzeuge zu warnen.
Inzwischen nimmt der Schneefall deutlich zu und die Temperatur stetig ab. Als uns schließlich die Polizei stoppt, um uns mitzuteilen, dass sich die Bedingungen auf dem weiteren Weg noch deutlich verschlechtern werden, willigen wir schließlich ein, die letzten 15 Kilometer im Auto mitzufahren.

Eingeschneit bei - 16 °C in der Nacht entscheiden wir uns schweren Herzens, zwei Nächte länger zu bleiben. Was unseren Zeitplan durcheinander bringt, wärmt uns die Herzen: die ganze Familie behandelt uns wie gute alte Freunde! Wir fühlen uns so wohl, dass Karina beschließt, hier ihren Geburtstag vor zu feiern. Soll man seinen Ehrentag nicht im Kreise netter Menschen feiern?!

04.12.11 Rio Rancho
Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Neben Milch, Brot und Spielsachen kann man hier im Supermarkt auch Waffen in den Einkaufswagen legen… Da wir uns hier aber dicke Unterwäsche und ein zweites Fleeceinlet für das immer eisigere Wetter zulegen, passt die Shotgun leider nicht mehr in die Fahrradtaschen…
03.12.11 Rio Rancho
Am Abend erleben wir den ersten Schnee in den USA. In wenigen Minuten ist alles weiß und so flüchten wir zu einer nahe gelegenen Tankstelle. In der Hoffnung, dass der Schnee nachlässt, fragen wir, ob wir ein wenig länger im Warmen verweilen dürfen. Daryll aus dem Ort hört das und bietet uns einen Schlafplatz bei sich an, den wir dankend annehmen. Die Angestellten der Tankstelle schlagen von sich aus vor, dass wir die Fahrräder mitten in dem Verkaufsraum stehen lassen, damit wir mit Daryll nach Hause fahren können!

Langsam aber sicher müssen wir uns eingestehen, dass in den USA die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft noch größer ist als in Kanada !



03.12.11 Albuqueque
Unser zweiter Anlauf, Albuquerque zu verlassen, gelingt. Spät, aber guter Dinge fahren wir mit Rebekah, die uns ein wenig auf dem Fahrrad begleitet, in Richtung Norden. Auf dem Fahrradweg treffen wir doch tatsächlich Dave wieder .
02.12.11 Albuquerque
Wir wollen Albuquerque nach fast einer Woche verlassen. Vorher möchten wir noch „schnell“ unsere Weihnachtspost drucken, zuschneiden, adressieren und versenden. Amerikanische Papier- und Fotomaße bringen unseren Zeitplan und die Post so sehr durcheinander, dass Rebekah uns wie gerufen kommt. Sie begegnet uns zufällig im Copyshop und lädt uns pünktlich zur Abenddämmerung zu sich ein.

Unterwegs sehen wir DAS Hotel für den ambitionierten Geschäftsmann! Nie wieder muss man seine Zeit mit lästigem gemütlichem Frühstück verschwenden. Unserer Meinung nach ist das Hochgeschwindigkeitsfrühstück ein sinnvolle Erweiterung der Angebotspalette in der Hotelbranche
Dank Dave und Steph, Bekannten von Alex, hatten wir einen warmen Schlafplatz auch bei angekündigten Stürmen, konnten endlich den Ölwechsel an unseren Fahrrädern machen und neue Ersatzteile zu günstigeren Preisen bekommen.

Ein ganz besonderes Highlight beschert uns Dave, indem er mit uns nach Santa Fe und anschließend zu den in den Jemez Bergen gelegenen heißen Quellen fährt. Danke!! Wir campen auf 2750 m Höhe und "genießen" hier mit -8 Grad die kälteste Nacht unserer bisherigen Fahrradweltreise. Ein wenig extravagant, wenn man die Heringe nur noch mit kochendem Wasser aus dem Boden bekommt und die Badehosen von alleine stehen, oder  ...?!
Steph hingegen verdanken wir, dass wir endlich mal wieder einen Kinofilm sehen können - sie lädt uns - als Vorgeburtstagsgeschenk für Karina - ins Kino ein . Wir sehen den 4. Twilight-Teil "Breaking Down".
24.11.11 Santa Rosa
Viele Male schwärmte Karina bereits von den mexikanischen „Tamales“, die Jan unbedingt kosten müsse. Heute - sogar noch vor Mexiko - gibt es sie im Angebot und so genießen wir in Maisblätter eingehüllten Maisteig mit Fleisch. Ebenfalls zum ersten Mal essen wir selbst gemachtes „Jerky“ (gewürztes und geräuchertes Fleisch zum Kauen für Zwischendurch), das wir von der Kelling Familie mitbekommen haben.



23.11.11 Cuervo
Am Abend vor Thanksgiving stehen wir vor der Kelling Ranch, um nach Wasser zu fragen - immerhin ist es das letzte Haus in den nächsten 20 Kilometern. Ehe wir uns versehen, befinden wir uns inmitten eines großen Familientreffens und den letzten Vorbereitungen für das morgige Fest. Außerdem feiert Karen ihr erstes Buch, das in Kürze auf dem Markt ist. Wir können kaum sagen, wer wir sind, da haben wir schon ein Weinglas und später ein saftiges Steak vor uns stehen. Gute Gesellschaft und viele Fragen lassen die Zeit wie im Fluge vergehen. Wir fragen uns langsam, wie wir zu so später Stunde noch einen Schlafplatz finden sollen. Kurz darauf sehen wir, dass niemand außer uns unsicher ist, wo wir schlafen: unser Bett steht schon gerichtet für uns bereit .
22.11.11 Montoya
Ein Tag, den wir uns fast rot im Kalender markieren müssen!
Heute schlafen wir das erste Mal auf unserer Reise (!) tatsächlich in einer Scheune. Gefragt haben wir nach dieser Übernachtungsmöglichkeit bereits viele Male, wurden aber glücklicherweise immer sofort nach Innen eingeladen .
Das Klima entspricht nicht gerade unseren Gewohnheiten - der Jahreszeit und der Gegend jedoch durchaus. Nachts möchte man nirgendwo, außer im warmen Schlafsack sein, tagsüber muss man sich auf ganz andere Weise dem Wetter anpassen…
20.11.11 Texas
Von nun an fahren wir mit grünem Schleim in unseren Schläuchen! Es macht nicht nur Spaß, diese grün-grelle Masse in den Schlauch zu pumpen, sondern schützt auch recht passabel vor kleineren Löchern. Somit haben wir endlich eine Waffe gegen Dornen !
19.11.11 Texas
Dieses Schild sagt exakt aus, was uns der Wind täglich spüren lässt! Für Rückenwind ist unsere Route einfach nur der WRONG WAY. Bei unserer nächsten Weltumrundung fahren wir von West nach Ost
Immer häufiger nehmen wir wahr, dass die „Mother of all Roads“ dank der neueren Interstate zur „Grandmother“ geworden ist. Noch immer kommen Nostalgiker an manchen Orten auf ihre Kosten. Der alte Glanz der Route 66 gerät jedoch immer mehr in Vergessenheit und rostet genau wie die unzähligen verfallenen Tankstellen, Motels oder Oldtimer dahin.

18.11.11 Amarillo
Wir radeln immer weiter gen Westen. Unser Ziel sind die Nationalparks in Colorado, Utah und Arizona. Da manche Strassen um die 3000 Meter hoch sind, werden wir sicherlich auf Schnee stossen.. Also doch noch richtiger Winter! Sollen wir uns freuen oder bibbern?!

Mal Werbung für anderes als Konsumgüter. Wertewerbung gefällt Karina .
Erst vor wenigen Tagen hat Jan gelernt, wie Pecanbäume aussehen. Schon heute zahlt sich dieses neue Wissen aus: wir erbeuten einen ganzen Sack voll bester Nüsse !
16. & 17.11.11 Amarillo
Wir finden wieder einmal über Warmshowers einen Schlafplatz. Diesmal bei Alex, der selber erfahrener Renn- und Tourenfahrer sowie Fahrradmechaniker ist. Durch seine Hilfe bekommen wir endlich durch Alex' Bekannten Dave in Albuquerque die Ersatzteile, die wir seit Monaten vergeblich suchen: neue Magura Bremsbeläge und Rohloff Ölwechselkits für unsere Nabenschaltung.
16.11.11 Groom
So ziemlich jeder war schon mal da und trotzdem weiß fast keiner wo sie ist… Welcher Ort ist gesucht und ist noch mal in Südamerika zu finden?!
Man kann sich darüber streiten, ob ein Dorf mit wenigen hundert Einwohnern ein 58 m hohes Kreuz braucht - oder einfach ein Foto aus der Ferne machen und an einem der größten Kreuze der Welt vorbei fahren. 
Ein kleiner Pedaltritt für die Menschheit, aber ein großer Pedaltritt für Jan & Karina: Wir überfahren die Schwelle zu unseren ersten 10.000 Kilometern. Damit haben wir dann „schon“ 1/6 der Welt erradelt
Andere Länder, andere Werbung… Hier ein Plakat für ein katholisches Einkaufs-PARADIES .
Gut erholt möchten wir die Ranch wieder verlassen. Joe ist bereits weggefahren. Seine Hunde haben uns inzwischen so lieb gewonnen, dass sie beschlossen haben, nun uns zu gehören… Kein Versuch, diesen treuen Geschöpfen zu entkommen, gelingt und sie folgen uns bis zu der für sie lebensgefährlichen Interstate. Nach vielen Versuchen, Nerven, bösen Worten und dem Sprint unseres Lebens flüchten wir erfolgreich.
15.11.11 Groom
Der heutige Schlafplatz gehört sicher zu unseren spektakulärsten: Als wir bereits nach Sonnenuntergang bei einer Ranch an die Tür klopfen, stellt uns Joe seinen selbstgebauten Tornadoschutzbunker zu Verfügung. Ranch Guys sind also deutlich netter, als ihre Schilder
14.11.11 auf der Historic Route 66 vor Shamrock
Wir befinden uns immer mehr im wilden Westen und sehen gerade heute einen Cowboy auf uns zu reiten. Sein Name ist Johnny und er reitet mit seinen zwei Pferden einmal quer durch die Vereinigten Staaten, um auf eine seltene Störung des körpereigenen Immunsystems (GBS/CIDP), das die peripheren Nerven angreift, aufmerksam zu machen. Diese Krankheit befällt nur ein oder zwei von 100.000 Menschen. Eine davon ist Johnnys Mutter Sally Warnshuis, die der Krankheit zum Opfer fiel. Seine Homepage ist
www.cowboyforacure.com. Nach dem Treffen beginnt Karina übrigens schon ihr neues Projekt "Mit Pferden von der Mongolei nach Deutschland" im Kopf zu planen...
Unser Leben lang tragen wir bereits Baumwollkleidung. Es ist ein bereicherndes Gefühl, das erste Mal die Baumwolle in ihrer natürlichen Form zu sehen. Zufällig ist gerade Erntezeit und so bekommen wir sogar noch einen kleinen Einblick in die Verarbeitung mit.
Clinton
In Deutschland ist man gewohnt, in kleineren Ortschaften für gewöhnlich eine evangelische und eine katholische Kirche vorzufinden - mitunter auch mal eine Moschee oder einen Versammlungsort einer weiteren Glaubensrichtung. DIESER Ort ist anders: 25 unterschiedliche Kirchen sind hier in Clinton zu finden  - und das bei gerade mal 8833 Einwohnern. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl wird dieses Aufgebot noch von Shamrock in Texas übertroffen. Hier gibt es 15 Kirchen für 2000 Einwohner!
13.11.11 In der Nähe von Elk City
Nachts haben wir sie heulen hören. Einmal hat Jan auch einen in Kanada vor sich auf der Straße gesehen. Was für uns sehr interessant ist, wird hier in Texas nicht gern gesehen, möglichst häufig getötet und vermutlich zur Abschreckung anderer Kojoten über den Zaun gehängt.

Ist das nun verständlich, wenn man bedenkt, dass manchmal Haustiere oder neugeborene Kälber von Kojoten getötet werden oder stinkend und unmenschlich, wenn man bedenkt, dass man sich Kojoten auch deutlich humaner vom Hals schaffen kann?
11.11.11 Weatherford
Dank Lyle, der uns die Gegend zeigt, sehen wir endlich, wie Erdnüsse aussehen, bevor sie schön geröstet im Supermarkt liegen.
Am Abend schlafen in mitten von sehr interessierten Hamburgern… äh… Kühen.
10.11.11 Weatherford
Gleich mehrere Tage nehmen uns Lyle und Joyce (Freunde von Pete) liebevoll bei sich auf. Da Joyce die örtliche Presse über uns informierte, erscheint das erste Mal ein Artikel außerhalb Deutschlands über uns in der Zeitung.
09.11.11 Yukon
Bis heute hatten wir in etwa 9.000 Kilometernm gerade mal 3 Reifenpannen. Heute machen wir das erste Mal Bekanntschaft mit „Goatheads“, bzw. „Stickers“! Von nun an wissen wir, dass 10 Meter abseits der Straße fahren, mehr als einen Platten bedeuten kann. Heute bekommen wir gleich 3 mehr auf die Liste... Karina nimmts gelassen .

08.11.11 Oklahoma City
Wenn man günstig in den USA reisen will, kommt man nicht um das Busunternehmen Greyhound herum. Mit dem Rucksack eine durchaus empfehlenswerte Reisemethode. Hat man ein Fahrrad dabei, kann man hingegen froh sein, wenn es nach der gleichgültigen Behandlung der Angestellten noch rollt. Jans Handyhalter hat die Fahrt leider nicht überstanden. Zu schade, dieser war für die Navigation gar nicht unnützlich...

Wir: „Bitte Vorsicht mit den Fahrrädern! Wir möchten damit um die Welt fahren.“, darauf der Angestellte: „Wenn ihr damit um die Welt fahren wollt, dann sind sie doch bestimmt stabil und halten das schon aus.“ Aus Sicherheitsgründen dürfen wir unsere Fahrräder aber nicht selber tragen…



In Oklahoma City werden wir wieder ein wenig aufgeheitert, als wir einen Fahrrad-Polizist treffen.
Andere Länder, andere Hausbewohner… Auf dem Teppich im Inneren des Hauses läuft uns ein kleiner Skorpion vor die Füße. Noch ist das für uns etwas Besonderes und Erfreuliches…
07.11.11
Das Wetter wird immer kälter, unserer Aufenthaltsgenehmigung ist auf drei Monate begrenzt, wir möchten mehr Zeit für die Nationalparks im Westen und nicht nur Farmland um uns haben... Aus diesen Gründen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, von Cincinneti den Bus nach Oklahoma City zu nehmen. Der Traum, auf Transportmittel solcher Art zu verzichten, ist damit vorüber. Zum Trost haben wir so mehr Zeit an den schöneren Orten des Landes.

Anne ist uns bei den Vorbereitungen für die Busfahrt eine unbeschreiblich große Hilfe! Danke nochmals!!

06.11.11 Cincinnati
Viiiielen Dank fuer die vielen und lieben Glückwünsche zu Jans Geburtstag! Dank des Internets rückt die Heimat doch ein beachtliches Stück näher

So haben wir den Tag verbracht:
Gestärkt durch einen Kuchen bei Doug und Debbie, die uns über die Nacht in Loveland aufgenommen haben, nimmt sich Jan endlich mal wieder Zeit, seine Eltern anzurufen. Später begleitet uns Doug noch etwas auf dem äußerst empfehlenswerten Little Miami Trail - einem fast 100 Meilen langen Fahrradweg entlang des Flusses Little Miami meist abgeschieden von Straßenlärm und Zivilisation.


Am Abend sind wir zu Gast bei Anne in Cincinnati, die extra für Jan einen Kuchen gebacken hat.

05.11.11 Little Miami Trail
Interessant, auf welche Weise manche Menschen Kundschaft anlocken möchten. Hier wurde eine weibliche Puppe vor dem Café platziert, damit es aussieht, als würde bereits jemand den Aufenthalt genießen…

04.11.11 Oregonia
Judy und Paul, Freunde von Pete, nehmen uns für heute auf. Sofort fühlen wir uns zu Hause! Judy stickt Karina eine Friedenstaube auf ihre Hose und am nächsten Morgen Essen wir frisch von Paul mit dem Bogen erlegtes Reh. Anschließend besichtigen wir sein Farmland und dürfen eine riesige, GPS-gesteuerte Erntemaschinen hautnah erleben.




02.11.11 Findley
Hier in Amerika gibt es für so ziemlich alles einen "Drive Thru". Karina übernimmt diese Gepflogenheit und „erfährt“ uns neues Bargeld.
02. & 03.11.11 West Liberty
Über Warmshowers lernen wir Harmon “Pete” und Judy kennen. Sie helfen uns bei allem, was wir zu erledigen haben sind einfach nur fürsorglich und herzlich! Als sie erfahren, dass Jan bald Geburtstag hat, wird in den Apple Pie gleich mal eine Geburtstagskerze gesteckt und "Happy Birthday" gesungen..  Zum Abschied dürfen wir sogar noch den Trike von Pete fahren.



29.10.11
Heute schlafen wir bei Jenny und ihrer Familie. Mal wieder wollen wir in eine Scheune, bekommen zunächst ein altes Schulhaus angeboten und dürfen dann aber später doch im Haus schlafen. Es passiert uns das erste Mal, dass wir an der Tür große Unsicherheit antreffen und man sich zuerst nicht sicher ist, ob wir eine Gefahr darstellen.
Wie bereits viele Male zuvor werden wir auf den amerikanischen Musikfilm „Sound of Music“ angesprochen, der von einer Österreichischen Familie in der beginnenden Nazizeit handelt. Hier ist es einer der berühmtesten Filme aller Zeiten, im deutschsprachigen Raum kennt ihn (uns eingeschlossen) kaum jemand. So kommt es, dass wir den heutige Abend außergewöhnlicher Weise vor dem Fernseher verbringen. Der Film ist tatsächlich sehr eingängig!
29.10.11
Sind wir eingentlich schon in Down Under oder sollte man einen Intelligenztest für Straßenarbeiter einführen??
28.10.11 Detroit
Erst haben wir Angst vor Gangs, nun bewundern wir die Straßenkunstszene und Menschen, die die verrostete, vielerorts verlassene Stadt unabhängig der Autoindustrie neu aufblühen lassen wollen. Für diesen neuen Einblick danken wir Joel, Ana (die uns beherbergen) und Darrin (der uns durch die Stadt führt - hier im Halloweenkostüm ).

Ebenfalls heute besuchen wir das erste Mal eine Schule, um unser Vorhaben vorzustellen. 17 Achtjährige umringen uns und unsere Räder in ihrem Klassenraum, stellen jede Menge Fragen und strahlen uns mit ihren interessierten Augen an. So ein tolles Erlebnis wollen wir wiederholen!
26.10.11 Port Huron
Wir sind in den vereinigten Staaten von Amerika angekommen!

Wir haben uns viele Tipps, um über die Grenze zu kommen, zu Herzen genommen und waren bis zuletzt nicht sicher, ob man uns einlässt...
Tatsächlich war es mehr als leicht und es wurden nicht einmal unsere Taschen durchsucht. Dass wir im Fragebogen die Frage, ob wir Terroristen seien mit "Nein" beantworteten, könnte uns geholfen haben... Mehr als nur einmal erinnert man uns aber daran, dass wir nach drei Monaten das Land wieder verlassen sollten.

Wir haben extra den Umweg nach Port Huron gemacht, da man uns sagte, dass wir hier mit den Fahrrädern die Brücke in die USA überqueren können. Möglich ist es nicht, da wir aber den Status „Cross Country“ besitzen, fährt uns ein Grenzbeamter mit einem Pickup auf die andere Seite. Netter Service !

Bereits innerhalb der ersten Stunde in den USA (bevor wir uns überhaupt richtig zurecht finden) haben wir bereits drei (!) Einladungen zum Übernachten. Vikki ist die erste und somit genießen wir ihre Gesellschaft und die ihrer Enkel und bekommen sogar noch Pancakes zum Frühstück!
Wirklich ein guter Start in den USA

 
25.10.11 Petrolia
Heute ist unser vorletzter Tag in Kanada. Als ob das Land uns seine Gastfreundschaft noch einmal beweisen will, sendet es uns Little Bob auf unseren Weg, der uns zum Mittagessen einlädt. Er ist ein kleiner, stets fröhlicher, liebenswerter Mann und die Welt um ihn ist so unvorstellbar groß - aus diesem Grund nennt er sich „Little“ Bob.

Zur gleichen Zeit als wir Little Bob treffen, lernen wir Helene kennen. Sie lädt uns zu sich und ihrem Mann Crawford nach Hause ein. Bei ihnen verbringen wir wohl umsorgt die letzte Nacht in Kanada.

23.10.11 Fingal
Wir bitten Mary-Anne und ihre Söhne Garrett und Colton um einen Tipp, wo wir eventuell geschützt schlafen können. Als wir mit neuem Wasser und einem Tipp beladen gerade wieder auf die Fahrräder steigen, rennen uns Garrett und Colton nach, um uns die frohe Botschaft zu übermitteln, dass wir einfach in ihrer Garage bleiben können. Glücklich über einen Schlafplatz richten wir uns häuslich ein. Später dürfen wir dann doch nicht in der Garage bleiben - und bekommen ein wunderbares Abendessen und ein Wohnzimmer .
Die Niagarafälle waren schöner als erwartet, der Regen ist leider genauso stark wie für diese Jahreszeit erwartet. Wir erwarten in weniger als einer Woche Kanada zu verlassen, sofern die USA uns einlässt .  
21.10.11 Erie
Saisonbedingt wird es immer schwieriger für uns, morgens das Zelt zu trocknen. Um unser Zuhause nicht völlig verschimmeln zu lassen, entschließen wir uns, unsere Taktik der Schlafplatzsuche umzustellen und hin und wieder bei Farmen nach einer Scheune zu fragen. Marshall und Kathy bejahen zuerst unsere Anfrage. Nach 5 Minuten verweigern sie uns dann doch den Zugang zur Scheune… und geben uns lieber ein Gästezimmer in ihrem Haus, Offenherzigkeit und Gastfreundschaft, die keine Wünsche offen lässt.
Dass Kirchen Werbung für sich machen, lernten wir bereits. Dieser Spruch ist unser Liebling! Heißt der Teufel also Facebook?!
Nicht nur heute ist die Straße unser Obstgarten. Es hat den Anschein als besorgen die Menschen hier ihr Obst lieber abgepackt und teuer bezahlt in Supermarkt als kostenlos und superlecker frisch vom Baum.
20.10.11 Pelham
Unserer Vorliebe fürs Essen folgend, haben wir Ahornsirup bereits in allen Varianten genossen… Auf der Suche nach einer Scheune klopfen wir heute bei Regen und Dunkelheit zufällig an die Tür einer Ahornsirupfarm. So verbringen wir die Nacht in einem Maple-Restaurant und dürfen zum Frühstück sogar ein wenig Sirup kosten. Köstlich! Danke an das gesamte Team der White Meadow Farm!
19.10.11 Grimsby Beach
Dem Fahrradweg folgend, bekommen wir zufällig einen ganzen Block diese besonders farbenfrohen Häuser zu Gesicht. Ein Anwohner erklärt uns, dass diese Lebkuchenhäuser genannt werden. Hier waren zuerst nur Zelte, dann Ferienhäuser und nun eben Lebkuchenhäuser…
Niagara Fälle
Auch wir können Standard-Tourifotos machen . Die Fälle waren übrigens tatsächlich einen Umweg wert!
17.10.11 Toronto
Wir gönnen uns einen Pausentag und schlendern ausnahmsweise mal ohne Fahrräder durch die Stadt Toronto. Das erste Mal auf dieser Reise laufen wir durch ein Chinatown und fühlen uns wie in einer anderen Welt. Dort genießen wir es, Neues zu sehen, zu schmecken und zu riechen .
Die pro Person 36 Kan. Dollar (25,50 €) für den Aufstieg auf den CN-Tower sparen wir uns übrigens..

16.10.11 Toronto
Wir nutzen das erste Mal „Warmshowers“ - eine Internetseite, über die Farradreisende/-liebhaber Schlafplätze und mehr als Reiseunterstützung für andere Fahrradreisende anbieten.
Die Bedienung der Internetseite ist einfach und gleich unser erster Kontakt war super nett! Bei Carmel, die selber in Kanada von Küste zu Küste mit dem Fahrrad gefahren ist, ihrem Ehemann Cam und deren Freundin Kirsten verbringen wir zwei Tage.

Unsere erste Erfahrung in Toronto ist weniger erfreulich. Wir werden direkte Augenzeugen, wie jemand mit einem Baseballschläger von einem Roller heruntergeschlagen und der Roller anschließend weiter demoliert wird. Erfreulicherweise kommt die Polizei nach nur zwei Minuten und schnappt den Täter. Wir machen im Anschluss, immer noch reichlich verwirrt von solch stupider Gewalt, unsere Zeugenaussagen.


Zum Glück sind selbst in einer Kanadischen Millionenstadt wie Toronto solche Vorkommnisse äußerst selten.
15.10.11 Bowmansville
Erst finden wir direkt neben der Straße die leckersten Äpfel der gesamten bisherigen Reise, dann sehen wir dieses Schild - wie passend .

Auf dem „echten“ Apfelfest spricht Georg Jan auf deutsch an und fragt rundheraus ob wir eventuell hungrig oder durstig seien - er ist deutsch und lebt seit 35 Jahren in Kanada. Während Jan noch ein wenig verdutzt ist, werden wir zu Georgs Stand geführt und zu „Pulled Pork“ (zerzupftes Schweinefleisch in brauner Soße. Hmmmm  ) und Cider (warmer Apfelmost) eingeladen.

Immer mehr Leute auf dem Fest interessieren sich für uns und fragen uns so eifrig aus, dass wir kaum mehr unsere Reise fortsetzen können.

Oshawa
Kristian
, der zufällig vorbeikommt, erkundigt sich, wohin wir heute noch fahren möchten und lädt uns vorsorglich zu sich nach Hause ein, falls wir nicht weiter kommen. Wir sind sooo glücklich, das Angebot wahrgenommen zu haben und genießen die gemeinsame Zeit mit ihm, seiner Frau Amy und ihrer wunderbaren ca. 1,5 Jahre alten Tochter Madelaine (in etwa Karinas Wunschkind ). Später kommen noch Kristians Mutter und seine Oma vorbei, um uns zu sehen, die lustigerweise deutsch sind.
14.10.11 Port Hope
Hilfsbereite Menschen haben wir in Kanada bereits mehr als häufig getroffen… John schafft es aber, uns aufs Neue zu überraschen, indem er abends auf der Straße einfach mit seinem Auto neben uns hält und uns ohne weiteres zu sich einlädt. Dort angekommen erwarten uns in einem wunderschönen Blockhaus bereits seine Frau Joan und deren Sohn Michael, sowie Pizza, Wein und Bier.
13.10.11 Ontario
Es wird Herbst… und kalt… und REGNERISCH. Das Wetter gibt uns immer eindeutigere Hinweise, dass wir es den Wildgänsen und Monarchfaltern gleich tun sollen: Auf in den Süden!
10.10.11 Drummond
Glücklich, nach Sonnenuntergang noch jemanden außer Haus zu sehen, fragen wir bei Max und seiner Familie, ob sie einen Stellplatz für unser Zelt wissen. Sofort wird uns freundlich der Garten angeboten und schon wenige Minuten später stellt sich die ganze Familie vor. Da heute Thanksgiving in Kanada ist, bekommen wir sogar noch etwas Kürbissuppe ab. Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen lauschen wir gespannt Max' Erzählungen aus dem hohen Norden. Er arbeitet dort in einem Reservat der First Nation (Ureinwohner). Genau wie von Lorraine in Quebec hören wir, dass die „Natives“ viel finanzielle und materielle Unterstützung erhalten, die Situation aber für alle Beteiligten wenig zufrieden stellend ist. Wirkliche Konzepte zur Integration gibt es kaum und die abgesonderte Lebensweise scheint auch keine Lösung zu sein.
09.10.11 Ottawa
Während unseres Flugs von Island nach Kanada saßen wir zufällig neben Grant. Der reiselustige Kanadier lud uns im Flugzeug zu sich nach Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, ein. Fast zwei Monate später rufen wir ihn eine Stunde vor unserer Ankunft an (unhöflich, nicht wahr…). Er antwortet nur, dass er uns schon früher erwartet hätte und frischt die Einladung freundlich und unkompliziert auf.
 
Kaladar
Seit geraumer Zeit gleicht die Straße einem Friedhof für Wildtiere. Überall liegen vor allem tote Waschbären, Stinktiere, Eichhörnchen und nun sogar Schnappschildkröten . An manchen Tagen mussten wir bereits „Froschslalom“ fahren, um wenigstens ein paar der armen Geschöpfe zu retten.

07.10.11 Rigaud
Da wir bereits auf einigen saisonal geschlossenen Campingplätzen kostenlos übernachten durften, fragen wir bei dem geöffneten Platz „Marina Trans Canadian“ ebenfalls nach. Man erlaubt uns nach einer Weile im hintersten Eck zu bleiben - für die Dauercamper Jean-Guy und Joanne, die zufällig davon hören, ist das unzumutbar. Sie möchten uns als Nachbarn neben ihrem Camper haben und übernehmen somit die Stellplatzkosten für uns. Als ob das noch nicht genug wäre laden sie uns zum Abendessen ein und lassen uns ihre Dusche benutzen.

Die Nachbarn auf der anderen Seite des Zeltes, Roxanne, Jean, Mike und Nancy, laden uns zum Frühstück ein. Es ist einfach unglaublich, wie viele nette Menschen um uns und in der Welt sind.
05.10.11 Montréal
Hanna berichtete der WG bereits von unserer Leidenschaft für Spiele und so ist schon vor unserem Eintreffen ein Spieleabend geplant. Was für ein Service ! Wir spielen „Wizard“ und „Werwolf“ bis spät in die Nacht. Einige Tage später dann auch noch „Siedler von Catan". Diesen Abend versüßen wir uns zusätzlich mit Marshmallows, die wir über Bienenwachskerzen rösten. Toll !
03.10.11 Montréal
Heute helfen wir Hanna bei einem Gartenprojekt und sind glücklich, uns mal nützlich machen zu können. Karina gräbt den ganzen Tag Beete um, bis sie kaum mehr die Schaufel heben kann und Jan fällt eine Eiche - aus Ermangelung besseren Werkzeugs - mit einer Astsäge.
01.10.11 Montréal
Unser Reiseführer lässt uns wissen, dass der riesige botanische Garten äußerst sehenswert sein soll. Zurzeit ist dort zusätzlich die chinesische Lampionausstellung "The Magic of Laterns" zu bewundern. Dort angekommen, erfahren wir von einem Eintrittspreis, den unser Tagesbudget nicht wirklich hergibt: 17 Kan. Dollar (12 €) pro Person… Karinas liebem Lachen zum Dank bekommen wir von Kevin einen „Cycle-around-the-World-Bonus“ und dürfen umsonst die - selbst im kalten Regen - umwerfende Kulisse erleben.

Vogelbeeren (oder auch Ebereschen) kennt fast jeder und ebenfalls fast jeder meint zu wissen, dass sie giftig sind… doch das ist FALSCH! Vogelbeeren sind ein überaus guter Vitamin C-Lieferant! Wir sammeln die Beeren auf dem Mont Royal, dem Berg, nach dem Montréal benannt ist. Roh können sie bei manchen Bauchschmerzen verursachen, gekocht sind jegliche Vogelbeeren genießbar. Am besten mit Apfelmus gemischt empfehlen wir Vogelbeermarmelade als Vitaminbombe zum Temperaturwechsel . Zubereitung und Tricks, wie man den bitteren Geschmack beseitigt, sind haufenweise im Internet zu finden.
30.09.11 Montréal
Heute erreichen wir keine Tagesetappe, sondern Freunde: Hanna und Guillaume. Die Beiden besuchten uns nur wenige Tage vor dem Start unserer Fahrradweltreise in Deutschland. Nun sind sie und drei weitere WG-Mitglieder für die nächsten Tage unsere lieben Gastgeber.
 
29.09.11 Lorraine
Bereits seit Tagen telefoniert Louise ihre Freunde ab, um uns auf unserem Weg Schlafplätze zu organisieren. Heute besuchen wir sie bei sich zu Hause, machen gemeinsam einen Ausflug in den Norden nach Mont-Tremblant mit unvorstellbar herbstlich-bunten Bäumen und essen das erste Mal Ahorntoffee, das flüssig auf Eis gegossen und beim Abkühlen mit einem Holzstab aufgenommen wird. Kurz gesagt: Louise kümmert sich äußerst gut um uns ! Danke!
 
Beim Abschied dreht Louise ein paar Runden auf Karinas Patria Rad.
26.09.11 Trois Riviére
Heute verbringen wir die Nacht bei Hélène und Gilles, Freunden von Louise. Die beiden haben uns noch nie gesehen, kümmern sich aber wie gute Freunde um uns. Da Gilles eine „Maple Hut“ und unserer Ansicht nach mit 500 Bäumen wirklich viele Ahornbäume besitzt, erfahren wir das erste Mal etwas mehr über die Herstellung des süßen Saftes.
 
25.09.11 Quebec City
Sacha, den wir über Couchsurfing kennen gelernt haben und bei dem wir drei wundervolle Tage verbringen durften, begegnet uns kurz, nachdem wir uns von ihm verabschiedet haben wieder. Diesem Zeichen folgend, begleitet er uns auf dem Fahrrad. Erst als der Rückweg gerade noch zu schaffen ist, verabschieden wir uns ein zweites Mal voneinander.
24.09.11 Quebec City
Danke einer intensiven Suche finden wir den Eingang in die Welt Harry Potters. Hierzulande nicht in einem Bahnhof sondern mitten in der Altstadt Quebecs. 
23.09.11 Quebec City
Die immer wieder an neuem Essen interessierten Fahrradweltreisenden probieren heute das erste Mal „Poutine“ oder „Fastfood auf quebecois“. In Deutschland würde diese Mahlzeit Pommes mit Jägersoße, Hackfleisch und griechischem Käse heißen... Wirklich lecker !

Später treffen wir uns mit unserer neuen Freundin Louise (s.u.) und machen ausnahmsweise mal eine Sightseeingtour rund um Quebec ohne Fahrräder. Wir sehen die Insel L’Ile D’Orleans und den Wasserfall Montmorency, der etwa 30 Meter höher ist als die Niagarafälle.
22.09.11 Auf dem Weg nach Quebec City
Karina startet heute Morgen ca. 10 Minuten vor Jan. Normalerweise holt er sie nach wenigen Kilometern ein… Wie es der Zufall will, befindet sich Karina genau in dem Moment für wenige Minuten in einer Seitenstraße, während Jan eifrig versucht, sie zu erwischen und an ihr vorbeirauscht. Im Glauben, dass Karina heute einen wirklich guten Tag hat, bemüht sich Jan weiter, sie einzuholen. Nach 30 km wird er unsicher, ob Karina nicht vielleicht doch hinter ihm ist und wartet 20 min. (Ihr Handy ist natürlich gerade heute leer…). Sie kommt nicht, also rast Jan weiter. Das Ende der Geschichte ist, dass wir uns erst nach etwa 90 km an der Brücke nach Quebec City erleichtert wieder treffen (dort wartet Jan, da dies der einzige Ort ist, den Karina auf jeden Fall passieren muss). Michel, den Jan zufällig unterwegs getroffen hat und ihm sein Leid klagt, macht sich zur Aufgabe, Karina entgegen zu fahren und sie sicher zum Treffpunkt zu bringen. Die etwa 40 Kilometer Umweg nimmt er mit seinen sportlichen 70 Jahren gerne in Kauf.. Dankeschön!
21.09.11 St-Jean-Port-Joli
Am Abend zuvor fragten wir Lorraine, wo man einen günstigen und guten „Sugarpie“ (Zuckerkuchen, eine Spezialität in Quebec) kaufen könnte. Am nächsten Tag treffen wir sie zufällig am empfohlenen Ort mit einer Freundin wieder. Wenig später überreicht sie uns den edlen Sugarpie, den wir in unserer Mittagspause genießen.
20.09.11, Rivière Ouelle
Heute nehmen wir in einem kleinen Supermarkt gerne einige Tipps für Schlafplätze vom Verkäufer an. Lorraine hört sich das Gespräch an und lädt uns kurzerhand in ihren Garten ein. Die Pizza, die sie eigentlich für sich gekauft hat, ist ihr „plötzlich“ viel zu groß und sie muss sie mit uns teilen . Am Abend erzählt sie uns über ihre Arbeit in einem Reservat weit im Norden. Traurigerweise scheint von der alten, naturnahen Lebensweise der Ureinwohner nicht mehr viel übrig zu sein. Alkohol, falscher Umgang mit Geld, Vernachlässigung der Kinder und Umweltverschmutzung sind große Probleme im Reservat - und dies sei vielerorts ähnlich.
Kamouraska
Während unserer Mittagspause an einem Picknicktisch am St Lawrence River springt plötzlich eine energiegeladene Frau mit einem Lachen, das einfach ansteckt, aus ihrem Auto. Sie stellt sich als Louise vor und fragt uns sofort über unser Vorhaben aus. Begeistert bietet sie bereits von sich aus jegliche Unterstützung an und schenkt uns ein Glas selbst gemachte Apfelbutter (leckere Spezialität aus Quebec). Später werden wir erfahren, dass sie eine sehr erfolgreiche Triathletin ist und sich sogar für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert hat. Wir treffen sie nämlich in Quebec City und Lorraine wieder.

18.09.11 Edmunston bis Trois Riviéres
Wir fahren den „Petit Temis“, einen etwa 230 km langen Fahrradweg, der entlang einer alten Zugstrecke verläuft. Er hat eine maximale Steigung von gerade mal 4% ( ) und führt mitten durch wunderschöne Wälder. Picknicktische, Trinkwasserquellen, WC’s, Mülleimer und sogar Zeltplätze erleichtern das Vorankommen. Für uns der schönste Fahrradweg in Kanada!

 
 

 

 


 
 
 






 
   
 
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